Tipps aus der Praxis für Bachelor + Master (B.Eng., B.Sc., M.Eng., M.Sc.)



Die Karriere und der erfolgreiche Master/Bachelor


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Wird Ihre Karriere erfolgreich?

1. Der erfolgreiche Karrierestart


Der Master- oder Bachelor-Abschluss zählt u. a. zu den Eintrittskarten in das Berufsleben. Aufgrund des erfolgreichen Universitäts- oder Hochschulstudiums hat der Bachelor- oder Masterabsolvent nachgewiesen, dass er über gewisse fachliche Fähigkeiten verfügt.
Doch damit muss nicht unbedingt schon die fachliche Wahl der ersten Tätigkeit, z. B. als Einkäufer, oder auch der Branche, z. B. in der Chemie, feststehen. Jedoch ist die Wahl der ersten Tätigkeit bzw. Branche für den weiteren Werdegang von besonderer Bedeutung. Spätestens beim Wechsel des ersten Arbeitgebers wird der Bachelor/Master genau an diesen beiden Kriterien gemessen. Der potenziell neue Arbeitgeber bezahlt für die Erfahrung, die der Kandidat in Zusammenhang mit der ausgeschriebenen Stelle mitbringt. Ein Wechsel von Tätigkeit und/oder Branche ist mit finanziellen Einbußen für den jungen Bachelor/Master verbunden. Auch geht der "rote Faden" im Lebenslauf verloren bzw. entsteht erst gar nicht.
Ein Ausweg aus diesem Dilemma kann ein Traineeprogramm sein. Der Bachelor-/Masterabsolvent durchläuft zunächst mehrere Abteilungen im Unternehmen und gewinnt so einen Überblick über mögliche Tätigkeiten. Weiterhin lernt er im Unternehmen wichtige Personen in den jeweiligen Abteilungen und somit einen größeren Bereich des Unternehmens kennen, was bei der weiteren Karriere im Unternehmen hilfreich sein kann.
Der Nachteil: Traineeprogramme sind selten und werden meistens nur von größeren Unternehmen Bewerbern mit sehr gutem Abschluß und großem erkennbaren Potenzial angeboten.

Neben der fachlichen Qualifikation kommt es für einen gelungenen Eintritt in das Berufsleben auch auf die Persönlichkeit und Erfahrung im Umgang mit Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten an.
Nehmen wir einen Bachelor-/Masterabsolventen an, der seine Karriere als Fertigungsingenieur in einem Maschinenbauunternehmen startet. Er muss seinen Platz im Unternehmen erst finden. Dies beginnt bereits bei der Kleiderwahl. Passt die Arbeitskleidung zur Hierarchiestufe?
Der junge Bachelor/Master arbeitet aufgrund seiner Position mit Facharbeitern, Technikern und Akademikern unterschiedlicher Hierarchiestufen (bis zum Werkleiter) zusammen. Schnell kann er aufgrund seiner Kleidung bei einer Hierarchiegruppe anecken und z. B. als "overdressed" gelten. Erste Ressentiments sind die Folge.
Als weitere persönliche Eigenschaft wird auch bereits zu Beginn die Fähigkeit zum "Smalltalk" erwartet. Fast jeder im Unternehmen möchte die "Neue" bzw. den "Neuen" kennen lernen. Wieviel gegenüber welchen Kollegen an persönlichen Informationen darf offen gelegt werden? Was wird vom neuen Bachelor/Master als Profilierungsversuch oder bereits als Arroganz gewertet?
Sowohl beim Thema Kleidung als auch beim Thema "Smalltalk" sind Absolventen mit Herkunft aus Akademikerfamilien klar im Vorteil. In der Regel bringen sie eine bessere gesellschaftliche Gewandtheit und damit Sicherheit mit.

Der erste Wechsel des Arbeitgebers sollte frühestens nach zwei, besser nach drei bis fünf Jahren erfolgen. Jeder junge Arbeitnehmer erhält zu Beginn seiner Karriere bezüglich seiner Dienstzeitdauer pro Arbeitgeber eine Art Kredit. Das erste Jahr jedes Beschäftigungsverhältnisses geht mit dem Kennenlernen der Mitarbeiter und der fachlichen Aufgabe vorbei. Eine wirkliche Leistung für das Unternehmen wird vom neuen Master/Bachelor noch nicht erbracht. Frühestens im zweiten Jahr profitiert das Unternehmen von der Arbeitskraft des Bachelor/Masters. Ein häufiger Wechsel bzw. kurze Dienstzeiten können auf fachliche oder persönliche Probleme des Bachelor/Masters hindeuten.
Jeder neue Arbeitnehmer kann bei der Arbeitgeberwahl einmal Pech haben bzw. nicht in eine Unternehmenskultur passen oder mit der Persönlichkeit seines Chefs oder mehrerer Kollegen nicht zu Recht kommen. Geschieht dies einmal wird ein Teil des Kredites beansprucht, bei mehrmaligem Auftreten wird der Kredit aufgebraucht. Für Unternehmen wird ein solcher Bewerber uninteressant.

Abschließen möchte ich den Unterpunkt "Der erfolgreiche Karrierestart" noch mit dem Hinweis an Absolventen, die bereits ein festes Karriereziel vor Augen haben, dass sie bereits zu Beginn der beruflichen Laufbahn daraufhin arbeiten sollten. Möchten sie z. B. Werkleiter werden, dann eignet sich der Start in zentraler Position als z. B. Fertigungsingenieur (-> Fertigungsleiter -> Werkleiter) besser wie z. B. als Qualitätsingenieur.

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2. Der erfolgreiche Karriereverlauf


Nach erfolgreichem Karrierestart und eventuell erfolgtem ersten Wechsel des Arbeitgebers stellt sich für den Bachelor/Master die Frage, welche Dienstzeit pro Arbeitgeber ist für ihn die Richtige oder ist es überhaupt sinnvoll einen weiteren Stellenwechsel in Betracht zu ziehen? Diese Frage kann nicht einfach mit "ja" oder "nein" beantwortet werden.
Außerdem wenn der Bachelor oder Master z. B. eine Anstellung bei einem großen Unternehmen oder Konzern, wie z. B. BMW oder Siemens gefunden hat, besteht neben dem externen Wechsel noch die Möglichkeit zum internen Wechsel. Das Risiko eines Fehlgriffs mit ernsten Konsequenzen beim Jobwechsel wird hier minimiert, da bei missglücktem Wechsel dem Bachelor/Master teilweise innerhalb einer gewissen Zeit die Rückkehrmöglichkeit auf die alte Position eingeräumt wird.

Möchte man erfolgreich als Bachelor/Master am externen Arbeitsmarkt nach einem neuen Job suchen, gelten folgende Regeln:

Zu kurze oder zu lange Beschäftigungszeiten sind in der Praxis neben Lücken die häufigsten Schwachpunkte im Lebenslauf. Weiterhin negativ fallen Branchen- oder Tätigkeitswechsel (ausgenommen Beförderungen mit auf die bisherige Arbeit aufbauende Tätigkeit) auf. Der Bachelor/Master beginnt dann praktisch nochmal von vorne mit der Sammlung von relevanter Berufserfahrung. Grund hierfür kann eine Kündigung des Master/Bachelors sein bevor ein neuer Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde. Der Master/Bachelor kommt so bei der Stellensuche unter Zeitdruck und nimmt in Panik eine nicht passende Stelle an, um drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden.
Auch kann der Bachelor/Master durch kritische Äußerungen im Unternehmen seiner Karriere nachhaltig schaden. Jeder Chef fühlt sich persönlich angegriffen, wenn sein Mitarbeiter negativ über ihn spricht und ihm das zu Ohren kommt. Als abhängiger Bachelor/Master sollte man immer daran denken, dass man selbst wenn man das Unternehmen verlassen möchte, auf ein gutes Arbeitszeugnis (mit Beurteilung vom Chef) angewiesen ist.
In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass der angestellte Bachelor/Master dem Chef gegenüber keine Gehaltsforderung stellen sollte sondern einen Gehaltswunsch äußern kann.

Abschließen möchte ich den Unterpunkt "Der erfolgreiche Karriereverlauf" mit dem Ratschlag als Bachelor/Master immer einen Blick auf die aktuellen Stellenangebote zu werfen und sich zu fragen, ob die Tätigkeit, die er als Angestellter ausübt am Arbeitsmarkt derzeit häufig nachgefragt wird.
Wenn "ja", dann kann selbst bei einer Krise im aktuellen Unternehmen nicht viel passieren, ein Stellenwechsel wäre jederzeit möglich - wenn "nein", könnte aktueller Handlungs- bzw. Korrekturbedarf bestehen.




Top-Personal-Consulting GmbH - Personalvermittlung und Personalberatung
Helmut Frank - Personalberater und Dipl.-Ing. - München im September 2017

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Wie lese ich als Master bzw. Bachelor das Arbeitszeugnis?


Master und Bachelor sollten Ihre Arbeitszeugnisse lesen können und wissen wie sie der Personalmanager, Personalreferent interpretiert - näheres hier auf Top-Jobs-Bachelor.de
Wie lese ich mein Arbeitszeugnis?

Um es vorwegzunehmen, das Arbeitszeugnis allgemein und damit auch für einen Master oder Bachelor sollte sehr vorsichtig und mit Fingerspitzengefühl gelesen werden.

Zunächst unterscheidet man bei einem Zeugnis für einen Master oder Bachelor, genauso wie bisher für z. B. einen Diplom-Ingenieur, zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis. Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis enthält neben dem Arbeitsinhalt auch eine Beurteilung des Masters oder Bachelors für den es ausgestellt wurde.

Das qualifizierte Arbeitszeugnis für einen Master/Bachelor


Dieses besteht in der Regel aus folgenden Abschnitten:


In der Überschrift steht in der Regel, ob es sich um ein Arbeitszeugnis (Endzeugnis) oder um ein Zwischenzeugnis für den Master bzw. Bachelor handelt. Einleitend folgen dann der Name des zu beurteilenden Masters/Bachelors und die Beschäftigungsdauer. Als nächstes wird der berufliche Werdegang im Unternehmen (Herr/Frau ... war zunächst eingesetzt als ... und ab ... arbeitete er/sie in der ... Abteilung.) beschrieben. Dann wird auf die ausgeübte Tätigkeit näher eingegangen (Zu seinen/ihren Aufgaben zählte ...).

Im Leistungsteil findet man Angaben zur Leistungsbereitschaft und zur Leistungsfähigkeit des Masters/Bachelors, z. B. Herr/Frau ... war engagiert und sehr belastbar. Weiterhin folgt eine Passage zu den Fachkenntnissen, zur Arbeitsweise und zu den Ergebnissen. Im Klartext lautet dies etwa wie folgt: ... verfügt über fundierte Fachkenntnisse, ... führt seine Aufgaben sehr selbstständig aus, ...liefert gute Arbeitsqualität. Auch besondere Erfolge des Masters/Bachelors können hier erwähnt werden. Schließlich wird bei Master und auch Bachelor in Führungspositionen noch deren Führungsverhalten (gegenüber Unterstellten) beschrieben. Den einzelnen Punkten des Leistungsteils folgt in der Regel eine schlüssige Leistungszusammenfassung, wobei das ganze Zeugnis immer angemessen, aber wohlwollend verfasst sein sollte.
Zur Beschreibung des Leistungsteils werden in der Regel häufig Standardfloskeln verwendet. Die Gliederung oben wurde daher zur Erläuterung teilweise mit solchen Floskeln (unten) verlinkt.

Nach dem Leistungsteil wird das Verhalten des Masters/Bachelors gegenüber Internen, Externen oder auch allgemein beschrieben. Als Beispiele seien aufgeführt:
... sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei, ... trat Geschäftspartnern gegenüber höflich auf, ... war zuverlässig.
Nicht immer werden fürs Erste positiv erscheinende Passagen im Zeugnis des Masters/Bachelors tatsächlich so interpretiert. Die Zeile ... hat durch seine gesellige Art zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen ... kann bedeuten: der betreffende Master bzw. Bachelor hat Probleme mit dem Alkohol.

Schließlich wird der Schlussteil des Zeugnisses mit der Beendigungsformel eingeleitet. Hier steht z. B. ... verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Häufig ist auch die Floskel ... das Arbeitsverhältnis wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Diese letzt genannte Aussage wird im Allgemeinen als Kündigung durch den Arbeitgeber verstanden.
Auch die Dankesformel und die Zukunftswünsche für den Master oder Bachelor können von Bedeutung sein. Fehlen sie, so könnte von zukünftigen Lesern hinein interpretiert werden, dass das Beschäftigungsverhältnis mit dem Master oder Bachelor im Streit endete.
Das Dokument schließt mit der Unterschrift des Verfassers und seinem Rang bzw. seiner Kompetenz im Unternehmen ab.

Ein gutes Arbeitszeugnis für einen Master/Bachelor besteht je nach Beschäftigungsdauer aus ein bis zwei Seiten. Dabei ist die Leistungszusammenfassung nur ein Element. Wichtig ist auch, wie bereits erwähnt, dass der Leistungsteil sowie das ganze Zeugnis in sich schlüssig sind. Dabei kann durchaus der eine oder andere Punkt aus obiger Gliederung fehlen. Ein Zwischenzeugnis, das auf Wunsch eines fähigen und anerkannten Master oder Bachelor ausgestellt wird, dürfte etwas schwächer ausfallen als ein Endzeugnis. Das Unternehmen möchte in diesem Fall den Master/Bachelor halten und nicht wegloben.


Formulierungen im Zeugnis für Bachelor/Master

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Top-Personal-Consulting GmbH - Personalvermittlung und Personalberatung
Helmut Frank - Personalberater und Dipl.-Ing. - München im Juni 2009 und im Oktober 2013

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Die Bewerbung eines Masters bzw. Bachelors - allgemein


Ihre Bewerbung auf ein Stellenangebot mit Anschreiben und Lebenslauf als Master bzw. Bachelor bei Ihrem möglichen zukünftigen Arbeitgeber - weiteres auf Top-Jobs-Bachelor.de
Die Bewerbung eines Masters/Bachelors

Jeder Bewerber und damit auch jeder Master oder Bachelor ist eine einmalige Persönlichkeit. Ziel der Bewerbung ist es, Beachtung beim Leser zu finden und dessen Neugier zu wecken, um schließlich zu einem weiterführenden Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Dies gelingt umso besser, je mehr der Master/Bachelor mit der Bewerbung vermitteln kann, dass er als Persönlichkeit (insgesamt) für die Position am besten geeignet ist bzw. dass sein Profil dem speziellen Anforderungsprofil der Stelle optimal entspricht.

Die Bewerbung eines Masters/Bachelors als Ganzes ist daher individuell und gezielt für die jeweilige Stellenausschreibung zu gestalten.

Sie besteht aus folgenden Komponenten (Details siehe unten):


Die Bewerbung kann auf dem Postweg eingehen oder (heute häufiger) als virtuelle Bewerbung per E-Mail zugestellt werden.

Zu den Komponenten der Bewerbung eines Masters/Bachelors: Die Titelseite ist wie erwähnt, nicht notwendig. Wird sie erstellt, gehört das Unternehmen bei dem man sich bewirbt sowie die Bezeichnung der Stelle und die Chiffre-Nummer des Stellenangebots zum Inhalt. Weiterhin sollten die Kontaktdaten des Bewerbers angeführt werden. Auch die Anbringung eines Lichtbildes ist möglich. Dieses sollte den im Artikel "Der Lebenslauf mit Lichtbild" genannten Kriterien entsprechen.
Auch die "dritte Seite" ist bei der Bewerbung eines Masters/Bachelors optional. Sie sollte keinesfalls länger wie eine Seite sein und nach dem Lebenslauf Ihren Platz finden. Sie hat den Zweck Ihre Persönlichkeit zu unterstreichen. Hier können Sie persönliche Eigenschaften, Stärken oder Angaben zu Ihrer Motivation, Ihrem Arbeitsstil oder Ihren bisherigen Erfahrungen im Beruf formulieren.

Das Anschreiben bzw. der Lebenslauf und die Anlage werden in gesonderten Artikeln behandelt.

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1. Der Master bzw. Bachelor und das Anschreiben


Ziel des Anschreibens eines Masters bzw. Bachelors ist es, beim Leser einen ersten positiven Eindruck zu erwecken und ihn zu animieren sich die Bewerbung näher anzuschauen.

Die äußere Form des Anschreibens bei einer Bewerbung für eine Master/Bachelor-Stelle sollte der eines seriösen Geschäftsbriefes ähneln. Also aus Adresse, Betreff, Anrede, Text und Abschluss bestehen.

Im Folgenden seien die einzelnen Bestandteile des Anschreibens näher betrachtet.

Zur Adresse gehören Absender mit Anschrift, die E-Mailadresse und die Telefonnummer. Dabei erweist sich in der Praxis neben der Festnetz- auch die Handy-Nummer für Rückfragen oder kurzfristige Terminabsprachen als sehr hilfreich. Die selbstverständliche Empfängeranschrift sowie Ort und Datum seien der Vollständigkeit halber hier erwähnt.

Die folgende Betreff-Zeile sollte den Titel des Stellenangebots für einen Master oder Bachelor und die Referenz-Nummer beinhalten. Sie könnte z. B. so lauten:

Master/Bachelor of Engineering als Projektleiter, Referenz-Nr.: 161

Auf den einleitenden Begriff "Betreff" wird dabei verzichtet. Die Schrift dieser Zeile kann mit "fett" formatiert werden.

Eine erfolgreiche Bewerbung an einen Personalberater bzw. Personalvermittler wird an dessen Mandanten weitergeleitet, d. h. die Bewerbung wird vom Personalmanager und Fachverantwortlichen des suchenden Unternehmens gelesen und endgültig beurteilt. Da Sie deren Namen im Allgemeinen nicht kennen, ist auf eine persönliche Anrede eines Einzelnen zu verzichten und die allgemeine Höflichkeitsform "Sehr geehrte Damen und Herren" zu wählen. Auch das gesamte Anschreiben eines Masters/Bachelors ist so zu verfassen als würde es direkt von dem Mandanten bzw. dessen Personalmanager gelesen.

Nun zum umfangreichsten Part im Anschreiben, dem eigentlichen Text. Zunächst soll in diesem Teil dargestellt werden, warum Sie der ideale Bewerber für diese Position sind.
Grundsätzlich gilt: Überzeugen Sie durch Fakten (kurzes Studium zum Master/Bachelor, passende Schwerpunkte, einschlägige Berufserfahrung, sehr gute bis gute Arbeitszeugnisse, nicht zu kurze Beschäftigungsverhältnisse)!
Überzogene verbale Darstellungen Ihrer Berufstätigkeit ohne Background bringen Sie hier nicht weiter und erzeugen eher eine Ablehnung beim Leser. Auch wenn Sie als Master/Bachelor nicht in allen Punkten entsprechende Fakten nachweisen können, dann lesen Sie das Stellenangebot nochmals unter dem Blickwinkel: Was bringe ich für diese Position mit? Arbeiten Sie hier Ihre Stärken sachlich heraus! Eine hundertprozentige Erfüllung des Anforderungsprofils ist nicht erforderlich.
Als Einleitung zum Textteil können Sie z. B. schreiben: ... die ausgeschriebene Position interessiert mich als Master/Bachelor of Engineering mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik sehr ... . Bereits hier können Sie einen aussagkräftigen Grund für Ihre Motivation sich als Master/Bachelor für diese Stelle zu bewerben nennen.
Vor allem aber in den nächsten zwei bis drei Abschnitten kommt es nun darauf an, dass Sie dem Leser Fakten übermitteln (vgl. oben). Ein Bewerber für eine Stelle als Sachbearbeiter kommt hier mit ein bis zwei Absätzen aus, bei einem Bewerber für eine Führungsposition dürfen es schon drei Absätze sein. Auf weitergehende Erläuterungen in diesem Zusammenhang sei verzichtet, da jedes Anschreiben eines Masters/Bachelors in diesem Teil individuell verfasst sein sollte.
Neben Ihrem Interesse und Know-how ist im Folgenden auch Ihr Wechselmotiv für den Leser interessant. Eine Ausnahme gilt für Arbeitslose und Berufseinsteiger.
Hingegen sollte jeder Bewerber bzw. Master/Bachelor seinen Gehaltswunsch angeben. Im Allgemeinen nennt ein Berufstätiger die Höhe seines bisherigen Brutto-Jahresgehaltes. Je nachdem wie Sie Ihren Wert am Arbeitsmarkt für Master/Bachelor bzw. für die Position einschätzen, können Sie schreiben, dass Sie mehr verdienen möchten (10 bis 15 Prozent sind gegebenenfalls üblich) oder dass das Gehalt für Sie nicht so entscheidend ist (z. B. ... entscheidend ist für mich die Aufgabenstellung ... ). Arbeitslosen Bewerbern sei die letzte Argumentationsweise empfohlen. Sind Sie als Master/Bachelor Berufseinsteiger, dann orientieren Sie sich an den Einstiegsgehältern für die jeweilige Fachrichtung.
Spätestens jetzt ist eine Mitteilung sinnvoll, ob Sie regional mobil sind bzw. ob Sie an einen Ort gebunden sind.
Bei regionaler Bindung wäre es eventuell hilfreich, wenn Sie sich bereits vor der Bewerbung per Anruf über den Standort des Unternehmens bzw. Ihren Einsatzort informieren und damit Ihr weiteres Vorgehen verknüpfen.
Schließlich ist bei einer Bewerbung eines Masters/Bachelors in einem Beschäftigungsverhältnis noch die Kündigungsfrist interessant. Dies gilt insbesondere für Bewerber mit einer längeren Beschäftigungsdauer bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber.

Dem umfangreichen Textteil folgt der Abschluss. Dieser beinhaltet das Angebot sich in einem persönlichen Vorstellungsgespräch kennen zu lernen und die Grußformel.

Insgesamt gesehen ist es bei Einhaltung einiger Regeln nicht so schwierig ein Anschreiben zu formulieren. Wichtig dabei ist, dass Sie dem Leser verdeutlichen können, dass sich Ihr Profil als Master/Bachelor mit dem Anforderungsprofil weitgehend decken könnte und Sie somit ein interessanter Bewerber für die Position sind. Eine Bestätigung hierfür sollte er dann im Lebenslauf bzw. in der Anlage finden.

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2. Der Master bzw. Bachelor und der Lebenslauf mit Lichtbild


Der Lebenslauf ist das zentrale Element der Bewerbung eines Masters/Bachelors. Er wird in jedem Fall gelesen. Schnell wird hier ersichtlich, ob das Alter des Masters/Bachelors bzw. die Qualifikation und die Dauer der Beschäftigungsverhältnisse im Rahmen sind. Ergänzend bleibt festzuhalten, dass das Studium zum Master auf dem Studium zum Bachelor aufbaut. Selbstverständlich wird daher für die umfangreichere Qualifikation eine längere Dauer als angemessen betrachtet.
Häufig wird zuerst der Lebenslauf und erst bei positivem Eindruck das Anschreiben studiert. Der Lebenslauf eines Masters/Bachelors sollte daher in wesentlichen Teilen stets auf die beworbene Position abgestimmt und ausgerichtet werden. Ohne den Grundsatz der wahren Darlegung der einzelnen Stationen zu verletzen, lassen sich z. B. beschriebene Tätigkeiten, die für die Position besonders passen, hervorheben und ausführlicher gestalten.

Insgesamt ist eine lückenlose Schilderung des Werdegangs vorzulegen. Die Betonung liegt dabei auf "lückenlos". Fehlt die Angabe zu Lebensphasen, wird dies immer negativ ausgelegt. Im Allgemeinen ist es zeitraubend nachzufragen. Es besteht die Gefahr, dass die Bewerbung beiseite gelegt bzw. eine Absage verschickt wird.

Bei der in unserem Kulturkreis üblichen Form des Lebenslaufes des Masters/Bachelors werden die charakteristischen Stationen des Lebens chronologisch, also beginnend mit der Geburt und endend mit der derzeitigen Beschäftigung, wiedergegeben. Eine Ausnahme ist bei weniger bedeutenden Aktivitäten des Masters/Bachelors, wie z. B. Seminaren möglich. Eine Zusammenfassung Ihrer erworbenen Zertifikate als Masters oder Bachelor kann am Ende unter "Sonstiges" angeführt werden.


Folgende Gliederung soll als Muster für Master bzw. Bachelor dienen und Ihnen das Vorgehen erleichtern bzw. verdeutlichen:


Gliederung des Lebenslaufes eines Masters bzw. Bachelors


Persönliche Daten


In diesen Abschnitt gehört Ihr Name, Geburtsdatum, Anschrift, Festnetz- und Handy-Nummer, E-Mail, Familienstand und Kinder sowie die Staatsangehörigkeit.


Schulbildung


Hier sind die besuchten Schulen mit Angabe der Dauer in Monat/Jahreszahl z. B.

08/1980 - 06/1984        Grundschule in Musterstadt
08/1984 - 04/1993        Gymnasium in Musterstadt


zu nennen. Hochschulen gehören nicht in diese Rubrik.


Wehrdienst


Die einzeilige Information, ob Sie Wehrdienst oder Zivildienst geleistet haben und deren Dauer reichen aus. Sollten Sie keinen entsprechenden Dienst geleistet haben, entfällt diese Zeile.


Berufsausbildung


Bitte geben Sie hier Zeitdauer und Bezeichnung Ihres erlernten Berufes sowie die Abschlussnote wieder, z. B.

08/1993 - 07/1996        Ausbildung zum Werkzeugmacher (Note: 2)


Studium


Unter dieser Rubrik ist der Studiengang des Masters bzw. Bachelors, Art und Ort der Hochschule, Studiendauer, Studienschwerpunkt, Titel der Abschlussarbeit, Abschluss und Abschluss- bzw. Gesamtnote zu nennen. Folgendes Beispiel sei stellvertretend angeführt:

WS 1996 - SS 2000Elektrotechnik an der Hochschule-München
 Studienschwerpunkt: Informationstechnik
 Abschlussarbeit: Fuzzy-Regelung einer Kugel auf dem Balanciertisch
 Abschluss: Master bzw. Bachelor of Engineering mit der Gesamtbeurteilung: gut

Passt bei einem Absolventen das Thema der Abschlussarbeit fachlich zur beworbenen Stelle, so könnte dies der entscheidende Vorteil gegenüber den mitbewerbenden Master/Bachelor sein. Ein Hinweis darauf seitens des Verfassers wäre hier sowie im Anschreiben sinnvoll.


Praktika


Praktika sind vor allem für Absolventen von Master/Bachelor-Studiengängen wichtig. Es gilt in diesem Zusammenhang das Gleiche wie für oben. Für berufserfahrene Master/Bachelor reicht die Erwähnung.


Berufstätigkeit


Für Master bzw. Bachelor mit Berufserfahrung ist dieser Absatz der Entscheidende um gegenüber Mitbewerbern zu punkten. Daher sollte er gründlich und ausführlich behandelt werden. Die ausgeübten Tätigkeiten sind knapp aber präzise, gegebenenfalls mit Unterpunkten zu beschreiben. Das Lesen dieser Kategorie sollte Neugier auf die zugehörigen Arbeitszeugnisse im Anhang wecken. Arbeitsinhalte, welche für die neue Position relevant sind, sind herauszuarbeiten ohne gegen den Grundsatz einer sachlichen und wahren Darstellung zu verstoßen. Werden bei einem Unternehmen von einem Master/Bachelor mehrere Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben durchlaufen, so sind diese getrennt aufzuführen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:

11/2000 - heuteMusterunternehmen GmbH
 (Kfz-Zulieferer, elektronische Komponenten, ca. 30 Mio. Umsatz)
  
11/2000 - 10/2003    Hardware-Entwickler
 - Konzepterstellung
 - Hardwareentwicklung
 - FPGA-Design
 - Test, Dokumentation und Freigabe
11/2003 - heute        Gruppenleiter Hardware-Entwicklung
 - Koordination der Entwicklungstätigkeiten in der Gruppe
 - aktive Unterstützung der Gruppe bei Sonderaufgaben
 - Fachverantwortung für 4 Mitarbeiter (davon 2 Akademiker)
 - fachliche Vertretung des Abteilungsleiters

Sonstiges


Der Punkt "Sonstiges" lässt sich weiter untergliedern in:


Spezielle Fachkenntnisse sind je nach Position unterschiedlich z. B. C++, Java und Assembler für Master/Bachelor of Engineering mit Schwerpunkt Informationstechnik.
Bei Fremdsprachen ist es notwendig die Kenntnisse zu bewerten, z. B. verhandlungssicher.
Die letztgenannten beiden Punkte sind nicht zu unterschätzen. Verhandlungssichere Englischkenntnisse können den weiteren Verlauf der Bewerbung ebenso positiv beeinflussen wie das Beherrschen einer weiteren, gefragten Programmiersprache.
Der Punkt "Weiterbildung" zeigt vor allem bei länger berufstätigen Master bzw. Bachelor inwieweit der Bewerber versucht auf dem Stand der Technik zu bleiben und sich dem Fortschritt stellt. Rückschlüsse auf das soziale Verhalten können bei Absolventen der Master/Bachelor-Studiengänge eventuell über die "Aktivitäten während des Studiums" gewonnen werden.
Angaben zu den Hobbys runden den Lebenslauf ab und geben ihm einen persönlichen Touch.

Schließlich ist der Lebenslauf ist zu unterschreiben und mit aktuellem Datum zu versehen.



Zum Lichtbild


Wird keine Titelseite verwendet so ist das Lichtbild rechts oben auf der ersten Seite des Lebenslaufes zu platzieren. Ob Sie sich für ein farbiges oder schwarzweißes Portraitfoto entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Teilweise herrscht die Meinung vor, dass man mit einem Schwarzweißfoto weniger falsch machen kann. Berücksichtigt man, dass ein Farbfoto mehr Information überträgt, ist dieser Gedanke nachvollziehbar.
Auf alle Fälle sollte das Bild aktuell sein und Sie als Master/Bachelor sich entsprechend gekleidet (bei Herren: Sakko, Hemd und Binder) präsentieren. Unbedingt ist auf ein Bild in Freizeitkleidung zu verzichten. Sie wollen eine Arbeitsstelle als Master/Bachelor in einem Unternehmen und sich nicht als Animateur in einem Ferienort versuchen.

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3. Der Master bzw. Bachelor und die Anlagen


Sie haben als Master/Bachelor in Ihrem Anschreiben und/oder Lebenslauf das Interesse des Lesers geweckt, er ist neugierig geworden und betrachtet Ihre Bewerbung respektive die Anlagen näher. Hier möchte er seinen guten Eindruck bestätigt finden und sucht nach den Zeugnissen für die einzelnen Stationen in Ihrem Leben vor und nach dem Studium zum Master/Bachelor.

Inhaltlich können und dürfen Sie keine Anpassungen in Ihrem Werdegang zum und als Master bzw. Bachelor vornehmen. Sie können aber dafür Sorge tragen, dass Ihre Unterlagen vollständig sind und alle Lebensphasen belegt werden. Eine Ausnahme ist bei für die Position unbedeutenden Dokumenten, welche meist sowieso nebenberuflich erworben wurden, möglich. Auch reicht es aus, wenn Sie Ihre Anlage mit dem Abschlusszeugnis der Realschule, Fachoberschule oder des Gymnasiums beginnen.
Angeordnet werden die Dokumente umgekehrt chronologisch, d. h. die Ältesten unten, die Aktuellen oben.

Stellenangebote-Master.de bzw. Top-Personal-Consulting würde Ihre Unterlagen gerne als E-Mail mit Attachement erhalten. Sinnvoll ist es die Anlagen in eine PDF- oder Word-Datei zu packen, wobei die aktuellen Zeugnisse gleich beim Aufruf der Datei angezeigt werden. Das Anschreiben und der Lebenslauf werden idealerweise als zwei weitere Dateien dem Attachement hinzugefügt.

Nach dem Durcharbeiten der Theorie, geht's an die Praxis! Ich freue mich auf Ihre Bewerbungen, welche selbstverständlich ausnahmslos gelesen und zügig beantwortet werden!


Top-Personal-Consulting GmbH - Personalvermittlung und Personalberatung
Helmut Frank - Personalberater und Dipl.-Ing. - München im Juni 2009

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Das Vorstellungsgespräch für Master bzw. Bachelor - allgemein


Das Vorstellungsgespräch beim Unternehmen als Bachelor oder Master - bereiten Sie sich mit Hilfe von Top-Jobs-Bachelor.de vor
Das Vorstellungsgespräch

Sie haben bereits die erste Hürde genommen. Ihre Bewerbung als Master, Bachelor, Ingenieur, Informatiker oder Kaufmann wurde begutachtet und für interessant befunden, d. h. die Rahmenbedingungen wie z. B. Ausbildung, Berufserfahrung und Häufigkeit des Stellenwechsels stimmen. Nun sollten Sie im Vorstellungsgespräch versuchen diesen positiven Eindruck zu bestätigen. Dazu muss "die Chemie" zwischen Ihnen und insbesondere Ihrem späteren Fachvorgesetzten stimmen. Ihre Gesprächspartner sollten den Eindruck gewinnen, dass Sie ernstes Interesse an der Position haben und fachkundig sind. Eine intensive Vorbereitung auf das Gespräch ist hierbei nützlich. Dabei sollten Sie sich von dem Gedanken leiten lassen, dass Sie im Vorstellungsgespräch auch als Master bzw. Bachelor als eine Art "Vertriebler" auftreten müssen, um erfolgreich zu sein. Sie bieten als Ware Ihre Arbeitskraft an und erhalten als Gegenleistung einen Arbeitsvertrag bzw. ein Gehalt.

Im Folgenden seien die Unterpunkte:


in separaten Artikeln behandelt.

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1. Die Vorbereitung


Wie bereits oben geschildert ist ernstes Interesse als Master bzw. Bachelor für die Position Voraussetzung für ein erfolgreiches Gespräch. Jemand der sich für eine Position interessiert, informiert sich über die Position bzw. das Umfeld also auch über das Unternehmen. Nun zögern Sie nicht und sammeln Sie als Master/Bachelor bereits vor dem eigentlichen Gespräch Informationen!

Im Zeitalter des Internets sollten Sie unbedingt die Homepage des Unternehmens besuchen. Hier finden Sie Informationen zur Gesellschaft und zum Produkt. Diese Kenntnisse lassen Sie dann als Master/Bachelor im Vorstellungsgespräch an geeigneter Stelle einfließen. Sie demonstrieren damit, dass Sie sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben und somit Interesse an dem Unternehmen vorhanden ist. Zugleich können Sie den Fachvorgesetzten im Gespräch für sich gewinnen, da Sie von seinem Spezialgebiet als Master bzw. Bachelor zu mindestens eine Ahnung haben.

Überlegen Sie nun aufgrund der vorhandenen Informationen, was Sie noch an dem Unternehmen interessiert und wozu Sie noch keine Antwort gefunden haben. Häufig entstehen bei der Auseinandersetzung mit einem Thema erst weitere ungeklärte Fragen. Betreiben Sie als Master/Bachelor Brainstorming und erstellen Sie eine Liste mit offenen Punkten. Diese bringen Sie zum Vorstellungsgespräch mit. Ein Teil der Punkte wird bereits während des Gesprächs beantwortet werden. Stellt man Ihnen die Frage nach noch benötigter Information, zeigt es wieder von Interesse, wenn Sie hier noch ein, zwei Fragen als Master/Bachelor stellen können.

Neben Fachfragen aus dem Sachbereich sind u. a. vor allem Standardfragen zu folgenden Punkten üblich:


Übertreiben Sie dabei nicht!


Weiterhin gehört für Sie als Master/Bachelor zur Vorbereitung des Gesprächs, dass Sie vorab versuchen zumindest einen Teil der gestellten Fragen (vom Personalmanager oder auch vom Fachvorgesetzten) zu erraten, um sich jetzt entsprechend darauf vorzubereiten.

Folgende Punkte aus Ihrer Karriere werden häufig angesprochen:


Schließlich lesen Sie in Ruhe die bisherigen Arbeitszeugnisse Ihrer Karriere durch. Überlegen Sie sich, welche Tätigkeiten als Master/Bachelor davon für die Position interessant sind. Einerseits können im Gespräch Fragen dazu gestellt werden, andererseits sollten Sie passende Tätigkeiten aus Ihrem bisherigen Werdegang im Interview an geeigneter Stelle einfließen lassen. Sie vermitteln dadurch den Eindruck, dass Sie aufgrund Ihrer Entwicklung als Master/Bachelor für die Stelle fachlich geeignet sind.

Abschließend noch ein Wort zur Bekleidung. Die Wahl der Bekleidung des Bewerbers sollte demonstrieren, dass er die Spielregeln des Berufslebens kennt. Als Vertriebler z. B. treten Sie sicher dem potentiellen Kunden ähnlich gekleidet gegenüber, wie hier im Vorstellungsgespräch den verantwortlichen Damen und Herren. Hüten Sie sich also vor Underdressing aber auch vor Overdressing. Wobei Sie zu diesem Anlass eher besser gekleidet sein sollten als im beruflichen Alltag.

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2. Das Gespräch


Nachdem Sie sich intensiv vorbereitet haben, erscheinen Sie gelassen zum vereinbarten Gesprächstermin. Sollten Sie sich trotz gewissenhafter Zeitplanung verspäten, z. B. aufgrund eines Staus auf der Autobahn, dann rufen Sie vorab den Personalmanager an und entschuldigen sich für die Verspätung.

Das Vorstellungsgespräch für einen Masters/Bachelor an sich findet häufig in drei Etappen statt.

Zunächst werden Sie an der Pforte abgeholt und zum Personalmanager gebracht. Dieser stellt Ihnen in der Regel nach der Begrüßung das Unternehmen in einigen Sätzen vor. Eventuell zeigt er Ihnen anhand eines Organigramms den Aufbau der Organisation und die Einbindung der vakanten Stelle. Nach diesem Erzählpart, der für den "Personaler" Routine ist, kommen Sie zum Zug.
Sie werden vermutlich aufgefordert die charakteristischen Stationen zum Master/Bachelor aus Ihrem Leben zu erzählen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Schilderung Ihres Lebenslaufes bzw. Ihrer Karriere. Aufgrund Ihrer Vorbereitung kennen Sie das Unternehmen und seine Produkte bereits. Sie wissen, was aus Ihrem Werdegang für den Personalmanager interessant sein könnte und erzählen die bisherigen Stationen (Kindheit, Studium, Praktika, Beschäftigungsverhältnisse) zum Master/Bachelor und im Beruf unter Berücksichtigung dieses Aspekts. Auf gezielte Fragen, wie Lücken im Lebenslauf oder Gründe für Stellenwechsel, sind Sie vorbereitet.
Bitte beachten Sie, dass es um die eher menschliche Seite z. B. wie Sie sich als Master/Bachelor und Mensch präsentieren (Gestik, Mimik) oder wie Sie argumentieren und nicht um detailliertes Fachwissen geht. Da Sie sich entsprechend vorbereitet haben, sollten Sie im Gespräch sicher und kompetent wirken. Anschließend ist wieder der "Personaler" an der Reihe. Er fährt vermutlich mit der globalen Beschreibung Ihres neuen Aufgabengebietes fort. Es werden im Allgemeinen das Umfeld der infrage kommenden Abteilung, Probleme und Zielsetzungen angerissen.
Meistens endet an dieser Stelle das erste Interview. Machen Sie jetzt nicht den Fehler nach dem Gehalt oder Sozialleistungen zu fragen. Sie kennen im Prinzip Ihr mögliches neues Aufgabengebiet als Master/Bachelor noch nicht.

Nun folgt die zweite Etappe. Man bringt Sie zur Fachabteilung und Ihrem möglichen zukünftigen Fachvorgesetzten.
Hier haben Sie es einfacher. Aufgrund Ihrer Vorbereitung kennen Sie das Produkt im Groben und können jetzt gezielte Fragen stellen. Beim Fachsimpeln versteht man sich immer schneller und besser. Fragen Sie ruhig auch nach dem Aufgaben- und Verantwortungsbereich, Kompetenzen, Abhängigkeiten, personelle und technische sowie finanzielle Gegebenheiten, Zielsetzungen und die Zeitplanung.
Aber auch Ihr möglicher Vorgesetzter (wahrscheinlich selbst ein Master/Bachelor/Ingenieur/Informatiker/Kaufmann) wird die Gelegenheit nutzen, um Ihnen Fragen zu stellen. Vor allem wird er sich für Ihren fachlichen Background als Master bzw. Bachelor interessieren. Beantworten Sie die Fragen so gut wie möglich. Denken Sie daran, dass Sie eine Art Verkaufsgespräch führen. Die Ware ist wie bereits oben geschildert Ihre Arbeitskraft.
Nachdem das Wissenswerte ausgetauscht wurde, verabschieden Sie sich vom Fachvorgesetzten und begeben sich auf den Weg zurück zum Personalmanager.

Die dritte Etappe steht an. Der "Personaler" erkundigt sich nach den Eindrücken aus dem Fachgespräch. Bekräftigen Sie Ihr Interesse und vermitteln Sie, dass Sie die Stelle sehr interessiert. Absagen können Sie immer noch. Wirken Sie hingegen zögerlich ist später keine Korrektur mehr möglich. Eventuell erläutert Ihnen der Personalmanager jetzt die Leistungen des Unternehmens. Es ist die Zeit für Fragen nach der Zusammensetzung des Gehalts gekommen.
Schließlich folgt die Besprechung des weiteren Verlaufs der Bewerbung. In der Regel wird diesbezüglich innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Entscheidung seitens des Unternehmens vorliegen. Nach den üblichen Verabschiedungsfloskeln bringt man Sie zurück zur Pforte.

Neben diesem Ablauf sind auch andere Varianten der Gespräche möglich. So kann z. B. der Personalmanager und der Fachvorgesetzte ein gemeinsames Interview mit Ihnen führen. Sehr häufig wird auch eine zweite Runde anberaumt. Während des ersten Termins werden dann die einzelnen Punkte nur angerissen. Insbesondere die fachlichen Details und die Leistungen des Unternehmens bzw. Ihres Gehalts werden bei einem zweiten Termin besprochen.

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3. Häufige Fehler


Im Folgenden sei eine stichpunktartige Liste mit den häufigsten Fehlern zusammengestellt:



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Qualifikation und Persönlichkeit von angestellten Master/Bachelor


Die Qualifikation eines Bachelor's oder Master's und die Personalberatung Top-Personal-Consulting mit Stellenangeboten
Die Qualifikation und die Persönlichkeit

Die fachliche Qualifikation zum Master bzw. Bachelor erlangen Sie durch erfolgreiches Absolvieren eines Studiums, im beruflichen Alltag sowie in Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen. Defizite können ausgeglichen werden. Fachkenntnisse und Erfahrungen lassen sich ab einem gewissen Bildungsstand erwerben.

Entscheidend für Ihren beruflichen Erfolg als angestellter Master bzw. Bachelor ist aber auch Ihre Persönlichkeit.

Bereits bevor Sie ihre erste Bewerbung abschicken, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie auf dem Weg sind sich als Master/Bachelor in eine Abhängigkeit zu begeben. Der angestellte Master bzw. Bachelor ist abhängig vom Unternehmen, das ihn einstellt. Er ist abhängig von Weisungen und dem Wohlwollen seines Vorgesetzten.
Er verzichtet in diesem Zusammenhang auf einen Teil seiner Grundrechte. In diesen wird ihm z. B. als Staatsbürger garantiert, frei und offen seine Meinung über die politische Führung des Landes äußern zu dürfen. Wenn er dies als angestellter Master/Bachelor eines Unternehmens über die Führung des Unternehmens tut, könnte das für ihn fatale Konsequenzen haben. Der Sachverhalt gilt übrigens nicht nur für Absolventen oder Sachbearbeiter sondern zieht sich durch die gesamte Hierarchie der Organisation. Besonders aber Master bzw. Bachelor als Berufsanfänger haben damit Probleme. Sie müssen sich auf die Gegebenheiten erst einstellen und anpassen. Gefragt ist also eine Anpassungsfähigkeit des Masters/Bachelors an ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis.

Etwas weniger abhängig ist man als selbstständiger Master bzw. Bachelor (aber auch hier muss man sich auf seine Kunden einstellen). Jedoch ist dieser Weg für Absolventen aufgrund der mangelnden Erfahrung im Fachlichen, den meist fehlenden Beziehungen sowie in der Unkenntnis der Gepflogenheiten und Regeln der Wirtschaft schwer und risikoreich.
Auch handelt es sich um ein "one way ticket", das man löst. Als selbstständiger Master/Bachelor ist die Rückkehr in ein Angestelltenverhältnis praktisch unmöglich. Dagegen kann ein angestellter Master/Bachelor mit erster Berufserfahrung und geknüpften Beziehungen immer noch den Weg in die Selbstständigkeit wagen.

Die Anpassungsfähigkeit und auch die Anpassungsbereitschaft sind zentrale Persönlichkeitsmerkmale für die Gesamtheit der Absolventen bzw. Master, Bachelor, Ingenieure, Informatiker und Kaufleute welche ein Angestelltenverhältnis anstreben.

Neben diesem zentralen Kriterium dürfen die weiteren Merkmale von Bewerber zu Bewerber variieren. Wichtig ist dabei, dass man seine Stärken und Schwächen im Persönlichkeitsbereich erkennt und seine Berufswahl entsprechend ausrichtet.
Jede Persönlichkeitsstruktur ist individuell und somit ist jeder in verschiedenen Bereichen unterschiedlich begabt. Es ist sinnlos als introvertierter Master bzw. Bachelor eine Position z. B. als Vertriebsmanager anzustreben. Sicher kann man Mängel im Persönlichkeitsbereich gezielt ausgleichen, doch wird man nie so erfolgreich sein wie ein Mensch, der aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur extrovertiert ist und sein bisher ganzes Leben gewohnt ist, auf Menschen zuzugehen. Dafür könnte diese Person bei Neigung zum Lösen von kniffligen Sachaufgaben und umfangreichen theoretischem Fachwissen als Master/Bachelor z. B. für die Forschung geeignet sein.

Als erfolgreicher Young Professional entspricht man der Norm des Umfeldes. D. h., das Studium zum Master/Bachelor wurde in der Regelstudienzeit absolviert, ein Semester wurde im Ausland zur Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse und zum Kennen lernen einer anderen Kultur verbracht und neben den Fachkenntnissen im Beruf wurde die Anpassungsfähigkeit sowie Anpassungsbereitschaft beim ersten Arbeitgeber unter Beweis gestellt.

Weiterhin ist es jetzt noch wichtig als Master/Bachelor etwas besser zu sein als die übrigen Mitglieder der Gruppe, um als Führungskraft eine Chance zu bekommen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Führungskräfte mit Führungsaufgaben, welche Ihren Mitarbeitern weit überlegen sind, die Denkweise und Belange der Gruppe nicht verstehen und daher diese Position nicht erfolgreich ausfüllen können. Sie werden von der Gruppe abgelehnt.


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Helmut Frank - Personalberater und Dipl.-Ing. - München im Juni 2009

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Der Arbeitsmarkt und die Chancen als Master bzw. Bachelor


1. Allgemeine Betrachtung des Arbeitsmarktes für Master bzw. Bachelor


Der Arbeitsmarkt mit Jobs und Stellenangeboten für Bachelor und Master - kommentiert durch Top-Jobs-Bachelor.de
Stellenangebote für Bachelor/Master       

Kennzeichen eines jeden Marktes ist das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage. Einen hohen Marktwert erreichen Güter bzw. Dienstleistungen, welche begehrt und somit knapp sind.

Am Arbeitsmarkt für Master/Bachelor treffen die Stellenangebote von Unternehmen und die Nachfrage durch Stellen suchende Master/Bachelor zusammen.

Prinzipiell sind vier extreme Konstellationen möglich:

a) viele Stellenangebote - große Nachfrage bzw. viele Jobsuchende
b) viele Stellenangebote - kleine Nachfrage bzw. wenig Jobsuchende
c) wenig Stellenangebote - große Nachfrage bzw. viele Jobsuchende
d) wenig Stellenangebote - kleine Nachfrage bzw. wenig Jobsuchende

Die tatsächlichen Verhältnisse am Arbeitsmarkt für Master und auch Bachelor spiegeln sich nicht immer in diesen Extremen wieder. Jedoch sind diese Konstellationen sehr gut geeignet, um den prinzipiellen Mechanismus zu erläutern.

Wie bereits geschildert lässt sich am Markt gut "verkaufen", was begehrt und somit knapp ist.

Absolut nicht erstrebenswert ist demzufolge Ausprägung c). Einem kleinen Angebot an Stellen für Master/Bachelor steht eine große Nachfrage von Bewerbern gegenüber. Eine längere Arbeitslosigkeit ist fast schon vorprogrammiert.

Bedingt erstrebenswert sind die Ausprägungen a) und d).
Angebot und Nachfrage nach Master/Bachelor halten sich in etwa die Waage. Mit etwas Geduld sollte es möglich sein eine passende Stelle zu finden. Als Beispiel seien die vielseitig und zahlreich ausgebildeten Master/Bachelor mit technischen und kaufmännischen Kenntnissen (früher auch Wirtschaftsingenieure genannt), für welche durch die Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten auch eine große Nachfrage (Fall a)) besteht oder selten ausgebildete hoch qualifizierte Spezialisten, z. B. Master/Bachelor mit Spezialisierung Nachrichtentechnik und EMV-Kenntnissen, welche aber auch nicht so häufig benötigt werden (Fall d)), genannt.

Absolut erstrebenswert ist Ausprägung b).
Einem großen Angebot an offenen Stellen für Master/Bachelor steht eine kleine Nachfrage von Master/Bachelor gegenüber. Stellvertretend seien z. B. Master/Bachelor of Science bzw. der Informationstechnik mit Schwerpunkt Embedded-Systems aufgeführt. Fachkräfte mit diesem Backgroundwissen können sich zurzeit Ihren Arbeitsplatz aussuchen, sofern die im folgenden Punkt 2. geschilderte Voraussetzungen erfüllt sind.

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2. Wann kann ich aus vielen Stellenangeboten für Master/Bachelor auswählen?


2.1 Die überregionale Suche
Die Wahrscheinlichkeit seinen "Traum-Job" als Master/Bachelor zu finden kann man sehr stark erhöhen, indem man regional mobil ist und überregional sucht. Man erschließt sich dadurch eine größere Ausgangsbasis am Arbeitsmarkt für Master/Bachelor. Ein von vorneherein festgelegter Wohnort geht immer zu Lasten der Karriere. Problematisch kann es bei Partnerschaften werden, in denen beide eine berufliche Karriere anstreben.

2.2 Die Wahl eines von Arbeitgebern "gefragten Studiengangs" zum Master/Bachelor mit wenig Konkurrenten (vgl. Konstellation b)).
Zum einen ist es von großer Bedeutung einen Studiengang zum Master/Bachelor zu wählen, der am Arbeitsmarkt gefragt ist, zum anderen besteht noch die Möglichkeit im gewählten Studiengang durch eine Spezialisierung (z. B. durch Wahl geeigneter Wahlpflichtfächer) Einfluss auf die späteren Chancen am Arbeitsmarkt zu nehmen. Wenig Konkurrenten können sich zudem positiv bei der Suche nach der gewünschten Beschäftigung als Master/Bachelor auswirken.

2.3 Die fachliche Kontinuität als Master/Bachelor
Ist der Einstieg im Berufsleben erst einmal geschafft, so ist im weiteren Verlauf eine gewisse fachliche Kontinuität gefragt. Es wird von Arbeitgebern nicht honoriert, wenn während der Berufstätigkeit als Master bzw. Bachelor der ausgeübte Beruf mehrfach gewechselt wird (z. B. von der Kostenrechnung in den Einkauf). Insgesamt sollte in der beruflichen Laufbahn ein "roter Faden" erkennbar sein (z. B. Sachbearbeiter Einkauf - Projektleiter Einkauf - Gruppenleiter Einkauf). Ihr Arbeitgeber bezahlt Sie für Ihre Erfahrung als Master bzw. Bachelor. Ein Wechsel in der beruflichen Tätigkeit wird bei Berufsanfängern noch eher verziehen als bei älteren Arbeitnehmern.

2.4 Mittlere Beschäftigungszeiten
Die Einarbeitungszeit als Master/Bachelor beim neuen Arbeitgeber dauert mindestens 6 Monate. Die "Frustrationszeit" (soll ich kündigen oder nicht) kann mit weiteren 6 Monaten veranschlagt werden. Die Kündigungsfrist sei mit 3 Monaten angenommen. Insgesamt heißt das, es vergehen 15 Monate in denen Sie als Master/Bachelor nicht die volle Leistung bei Ihrem "Brötchengeber" bringen. Für diese werden Sie aber bezahlt. Daraus folgt: die erste Anstellung sollte mindestens 2 Jahre andauern. Weitere Anstellungen sind mit 5 Dienstjahren zu veranschlagen (dem jungen Akademiker bzw. Master/Bachelor wird ein gewisser Bonus der Unerfahrenheit bei der Auswahl seiner ersten Stelle gewährt). Genauso wie sich eine zu kurze Dienstzeit negativ auf Ihren Marktwert als Master/Bachelor auswirkt, sind zu lange Beschäftigungszeiten schädlich. Es wird dann unterstellt, dass Sie es nicht mehr schaffen, sich auf die neue Organisation mit ihren Strukturen sowie auf Ihr neues Arbeitsgebiet einzustellen. Als Grenzwert sei eine Beschäftigungsdauer von 10 Jahren als Master bzw. Bachelor bei einem Arbeitgeber genannt.

2.5 Arbeitslosigkeit
Weiterhin wichtig ist, dass Sie als Master/Bachelor es verhindern zwischen zwei Beschäftigungsverhältnissen arbeitslos zu werden. Die entstehende Lücke kann aufgrund der Arbeitszeugnisse bei einer späteren Bewerbung vom Bewerbungsempfänger nachvollzogen werden. Es wird Ihnen dann unterstellt, dass Ihnen das vorhergehende Arbeitsverhältnis gekündigt wurde, unabhängig davon was in Ihrem Arbeitszeugnis steht. Ein gefragter Master/Bachelor versucht immer die Arbeitslosigkeit zu vermeiden und kündigt erst dann, wenn ein neuer Arbeitsvertrag unterschrieben ist.

2.6 Gute Arbeitszeugnisse
Wenn Sie ein gutes Arbeitszeugnis als Master/Bachelor von Ihrem Chef erwarten, dann stellen Sie sich gut mit ihm. Ein Chef merkt in der Regel zumindest im Groben, wie Sie über ihn denken. Verhalten Sie sich auf alle Fälle neutral. Sollte Ihr Chef Kritik an Ihnen bzw. Ihrer Arbeit als Master/Bachelor üben (sei es auch nur angedeutet), dann nehmen Sie diese ernst und versuchen Sie Abhilfe zu schaffen. Bei einem offenen Konflikt (sei es vorm Arbeitsgericht) können Sie nur verlieren. Der Spielraum in der Beurteilung Ihrer Leistung als Master/Bachelor im Arbeitszeugnis ist zu groß, um als Sieger vom Platz zu gehen.

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3. Wann gibt es nur wenig nachfragende Master bzw. Bachelor?


3.1 Generell unpopuläre bzw. schwierige Master/Bachelor-Studiengänge/Fachrichtungen
Immer wieder findet man Studiengänge/Fachrichtungen für Master/Bachelor, welche nicht so nachgefragt sind und bei welchen man später auf dem Arbeitsmarkt auf wenig Konkurrenz stößt. Als Beispiel seien theoretische Fachrichtungen für Master bzw. Bachelor mit entsprechend anspruchsvoller höherer Mathematik im Studiengang Elektro-/Nachrichtentechnik genannt.

3.2 Antizyklische Wahl des Studiengangs
Für die momentane Beliebtheit der einzelnen Master/Bachelor-Studiengänge gibt es mehrere Gründe. Zeitlich gesehen wechselt sich jedoch eine Phase größerer Beliebtheit mit der geringeren Zuspruchs ab. Man kann nun bei der Wahl seines Favoriten gezielt einen zurzeit mit geringerem Zulauf versehen Master/Bachelor-Studiengang den Vorzug geben. Nach Ablauf der Regelstudienzeit befinden sich dann auch weniger Bewerber am Arbeitsmarkt.
Jedoch ist Vorsicht geboten! Es gibt auch Studienrichtungen, welche in Zukunft nur noch ein Rand-Dasein fristen. Die Wahl eines solchen Studiengangs ist kontraproduktiv und kann fatale Folgen haben!

3.3 Neue Master/Bachelor-Studiengänge
Gerade in den letzten Jahren wurden viele neue Master/Bachelor-Studiengänge/Fachrichtungen von den Universitäten und (Fach-) Hochschulen angeboten. Bei fachlicher Eignung des zukünftigen Studenten könnte sich eine interessante Alternative mit später guten Marktchancen auftun. Voraussetzung ist, dass der Studiengang bzw. die Fachrichtung ihre Erwartungen erfüllt und von der Wirtschaft akzeptiert und anerkannt wird. Ein gewisses Restrisiko bleibt.


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Referenzperson/ -schreiben als Turbo für die Bewerbung?


Master und Bachelor bewerben sich mit Referenzen - näheres hier auf Top-Jobs-Bachelor.de
Ihre Bewerbung mit Referenzen?

Zum Nachweis der gewünschten Qualifizierung bei einer Bewerbung von einem Bachelor oder Master für eine ausgeschriebene Position kommen immer häufiger die Angaben von Referenzen, sei es in Form eines Referenzschreibens oder der Angabe von Kontaktdaten einer Person, welche den Bewerber kennt, zum Einsatz.
Prinzipiell ist diese Entwicklung zu begrüßen, da die freiwillige Bereitstellung von einschlägigen Informationen die Berücksichtigung bei der Stellenbesetzung positiv beeinflussen kann. Jedoch sollte der Bachelor oder Master einige Aspekte berücksichtigen und sich genau überlegen, ob er als Referenz die Kontaktdaten einer Person nennt oder ein Referenzschreiben vorzieht.

Selbstverständlich sollte die Referenzperson dem Bewerber wirklich gewogen sein. Dies reicht aber bei weitem nicht aus. Die Referenzperson muss außerdem eine gewisse "Hierarchiestufe" im Unternehmen erreicht haben, um wirklich hilfreich Auskunft geben zu können.
Auch sollte die Auskunft korrekt und fachkundig formuliert sein. Es ist wichtig, dass sich der Auskunft gebende seiner Wortwahl bewusst ist und wirklich hilfreiche Informationen liefert. Ein wortgewandter Anrufer könnte z. B. von einer introvertierten Referenzperson Informationen erhalten, die sich im weiteren Verlauf kontraproduktiv auswirken.
Auch kann die Qualität der Auskunft tagesabhängig sein. Wird die Referenzperson z. B. am Abend eines stressigen Arbeitstages mit negativen Ereignissen vom Anruf überrascht, so wird die Auskunft anders ausfallen bzw. das Gespräch anders geführt als wenn die Referenzperson gerade von einem positiven Ereignis geprägt ist.
Insgesamt hat der sich bewerbende Bachelor oder Master bei dieser Form der zusätzlichen Informationsbereitstellung die Qualität seiner Maßnahme nicht wirklich im Griff. Wesentlich sinnvoller ist meines Erachtens die Beilegung eines Referenzschreibens. Ein Referenzschreiben für einen Bachelor oder Master bringt folgende Vorteile mit sich:


Das Referenzschreiben könnte folgenden Aufbau haben:


Meines Erachtens kann die Bewerbung eines Bachelors oder Masters mit Beilegung eines Referenzschreibens mit einschlägigen Informationen positiv beeinflusst werden. Eventuell ist es sinnvoll zunächst ein Referenzschreiben beizulegen und bei einem interessant verlaufenden Vorstellungs-gespräch im Gespräch von sich aus anzubieten, die Kontaktdaten des Verfassers des Referenzschreibens offen zu legen. So gewinnt man im Unternehmen zunächst einen persönlichen Eindruck vom Bewerber und die Bedeutung des Telefonats mit dem Referenzgeber relativiert sich. Auch kann der Referenzgeber auf einen möglichen Anruf vorbereitet werden. Insgesamt ist seine Belastung geringer. Der Bachelor oder Master schreibt ja wesentlich mehr Bewerbungen als er interessante Vorstellungsgespräche hat.




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Akademische Ausbildung und soziale Herkunft


1. Kinder mit nicht akademischen Umfeld


Bachelor, Master mit akademischer Herkunft gestalten Ihre Karriere häufiger erfolgreich - Warum?
Ausbildung und soziale Herkunft

Kinder, welche in einem nicht akademischen Umfeld aufwachsen, besuchen seltener weiterführende Schulen wie Kinder von Akademikern. Stattdessen absolvieren sie eine Ausbildung bzw. Lehre.

In ihrem jungen Berufsleben merken sie bei entsprechender Begabung, dass sie mehr könnten bzw. qualifizierter und besser bezahlte Tätigkeiten ausüben möchten. Sie vergleichen sich mit ihrem Vorgesetzten und würden sich selbst gerne weiter entwickeln.


Unser Bildungssystem bietet dazu die Möglichkeiten. Fachabitur, Abitur, Hochschul- oder Universitätsabschluss kann von entsprechend Begabten, welche bereits im Berufsleben stehen, nachgeholt werden.

Jedoch begeben sich diese Menschen auf einen steinigen Weg. Zunächst werden sie dabei älter wie vergleichbare junge Erwachsene, die den direkten Weg Grundschule-Gymnasium-Hochschule wählen. Auch sind sie bereits gewohnt über ein festes monatliches Einkommen zu verfügen. Ein gewisser Lebensstil, zu dem zum Beispiel eine eigene Wohnung zählt, die sie selbst finanzieren müssen, gehört dazu. Teilweise wurde auch bereits ein Partner gefunden und Kinder sind geplant. Meist nebenberuflich beginnen diese ehrgeizigen Berufstätigen mit der Verbesserung ihrer schulischen Ausbildung.
Partner, Kinder, Hobbys usw. werden in gewisser Weise vernachlässigt, um Zeit für das neue Ziel "akademischer Abschluss" frei zu schaufeln. Die Prozedur zieht sich nicht selten bis zu zehn Jahren hin.

Mit großem Ehrgeiz und Engagement erreichen einige schließlich ihr Ziel und werden zum Beispiel Diplom-Ingenieur, Diplom-Kaufmann, Master oder Bachelor.

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2. Kinder aus Akademikerfamilien


Kinder aus Akademikerfamilien hingegen werden bereits auf das Ziel, am Ende der Ausbildung über einen Hochschul-/Universitätsabschluss zu verfügen, von Kindheit auf getrimmt.
Nach der Grundschule wird, wenn irgendwie möglich, das Gymnasium besucht. Bei entsprechender Begabung folgt das Universitätsstudium, welches aufgrund keiner Nebenbelastung zügig abgeschlossen werden kann.

Dieser Abschluss ist eine Art Selbstverständlichkeit da Vater, Mutter, Onkel usw. ebenfalls Akademiker sind.

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3. Konsequenzen aufgrund der Herkunft und des Werdegangs


Kinder aus nicht akademischem Umfeld mit späterer Weiterbildung haben also ihr Examen unter anderen Voraussetzungen wie Akademikerkinder erworben. Sie mussten um ihren akademischen Grad kämpfen und Einschränkungen im täglichen Leben hinnehmen.
Weiterhin sind sie von frühester Jugend in einem anderen sozialen Umfeld aufgewachsen. Eltern, Verwandte und Freunde bewegten sich in einer anderen sozialen Schicht. Der Umgang mit bzw. das Benehmen in Akademikerkreisen war für sie eher die Ausnahme.

Auf der anderen Seite konnten sie zum schulischen Niveau von Akademikerkindern aufschließen. Sie sind daher berechtigt stolz auf ihre Leistung und merken, dass sie mehr geschafft haben als ihre bisherigen Kontaktpersonen.
Jedoch kann dies auch zu einer Überbewertung des Erreichten führen. In einer Akademikerfamilie ist ein Hochschulabschluss normal, in einer Arbeiterfamilie eher nicht. Man merkt dies auch daran, dass Arbeiterkinder mit akademischen Abschluss nach Jahren noch begeistert über Einzelheiten aus dem Studium berichten. Für Akademikerkinder ist dieser Zeitraum Vergangenheit und abgeschlossen.
Dabei stellt der Hochschulabschluss tatsächlich lediglich die Eintrittskarte in die gehobene Berufswelt dar und der eigentliche Kampf um die Hackordnung im Berufsleben beginnt erst.

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4. Ironie des Schicksals


Aufgrund des Ehrgeizes und der Bedeutung des akademischen Abschlusses für Arbeiterkinder könnte man meinen, dass eine steile Karriere gesichert ist. In der Praxis jedoch ist der Prozentsatz von Kindern aus Akademikerfamilien, welche es in Top-Positionen geschafft haben, wesentlich höher.
Neben dem Fachwissen kommt hier das soziale Umfeld zum Tragen. Entwicklung der Persönlichkeit, Sicherheit im gehobenen gesellschaftlichen Umgang, Benehmen und nicht zuletzt Beziehungen, geben hier den Ausschlag.


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Ein häufiger Grund für das Scheitern einer Bewerbung


Bachelor und Master, welche häufig die Arbeitgeber wechseln, sind bei Personalreferenten bzw. Personalmanager nicht gefragt
Häufiger Wechsel - ein Fehler?

Seit 2003 arbeite ich als Personalberater und lese täglich Bewerbungen bzw. Lebensläufe.
Immer wieder werde ich vor die Aufgabe gestellt, Bewerbungen zu beurteilen. Dabei fällt mir vor allem auf, dass aufgrund der Gesetze am Arbeitsmarkt, neben einer fehlenden fachlichen Qualifikation (aufgrund mangelnder Schul-/ Hochschulausbildung oder beruflicher Erfahrung), die hauptsächliche Ursache für das Scheitern einer Bewerbung der zu häufige Wechsel von Arbeitsstellen bzw. die dadurch zu kurze Verweilzeit bei einem Arbeitgeber ist.

Wird nach dem Berufseinstieg eine zweijährige Beschäftigungsdauer beim ersten Unternehmen akzeptiert, so sollten es beim zweiten, dritten, ... Arbeitgeber schon drei bis fünf Jahre sein. Dabei ist folgende Vorgehensweise anzustreben:


Eine Abweichung von dieser Vorgehensweise kann, z. B. durch eine sonst drohende Arbeitslosigkeit, gerechtfertigt sein.

Mehrere sich beim jeweiligen Wechsel wiederholende Abweichungen verschlechtern die Chancen für die Zukunft.

In den meisten Fällen leistet der neue Mitarbeiter zumindest im ersten Jahr für das Unternehmen keinen wirklichen Beitrag zum Erfolg. Werden im Lebenslauf nun häufige Dienstzeiten von ein bis zwei Jahren oder kürzer ausgewiesen, so ist die Bereitschaft gering, diesen Kandidaten in die engere Wahl bei der Stellenbesetzung zu nehmen.

Erfolgreiche Bewerber, welche beim Stellenwechsel zwischen mehreren Angeboten wählen können, erfüllen neben der fachlichen Qualifikation die oben genannten Punkte.
Sie suchen während ihrer aktuellen Beschäftigung nach einigen Jahren in aller Ruhe nach einer sinnvollen fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung und bewerben sich aus ungekündigtem Beschäftigungsverhältnis.
Ist das Vorhaben im ersten Anlauf fraglich (z. B. aufgrund mangelnder Profilübereinstimmung), starten sie in aller Ruhe eine weitere Initiative. Der Zwang eine nicht optimal passende Stelle (und damit ein Grund für eine kurze Beschäftigungsdauer) annehmen zu müssen, entsteht erst gar nicht.
Der Lebenslauf wird bei dieser Vorgehensweise nicht belastet. Als Arbeitskraft bleibt der Kandidat am Arbeitsmarkt gefragt.


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Hochschule, Berufserfahrung + Chancen als Bachelor/Master


Hochschulabschluss und Chancen


Bachelor und Master und der Hochschulabschluss
Der Abschluss und die Chancen

Die Eintrittskarte für eine qualifizierte Stelle in der Wirtschaft stellt häufig das Universitäts-/ Hochschulzeugnis bzw. der Abschluss eines Master-/ Bachelorstudiums mit zum Job passenden fachlichen Schwerpunkt dar. Dabei kommt zunächst den Noten des Abschlusszeugnisses der Bachelors/Masters zentrale Bedeutung zu. Vor allem die erzielten Ergebnisse, welche fachlich zum Schwerpunkt der Stelle passen werden beachtet. So sollte z. B. ein Bachelor/Master, der in Zukunft als Entwickler für Embedded-Systeme (also elektronische Systeme zum Messen, Steuern, Regeln von anderen Komponenten) arbeiten möchte, gute bis sehr gute Noten in Rechnerarchitekturen und Microcomputer, Datenkommunikation und Programmiersprachen nachweisen können. Aber auch gute nachgewiesene schulische Kenntnisse in Schaltungstechnik und Regelungstechnik (zur Anbindung der Komponenten) sind gefragt. Fallen die Ergebnisse in Fächern mit weniger Bedeutung für den Job schwächer aus, wird darüber häufig von zukünftigen Arbeitgebern hinweggesehen.

Die Gesamtbeurteilung des Abschlusszeugnisses für den Bachelor/Master sollte aber "gut" (besser als 2,5) lauten. Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen nicht viele Noten mit der Bewertung "vier" im Abschlusszeugnis stehen. Prinzipiell wird davon ausgegangen, dass der Bachelor/Master in Fächern mit dieser Note wenig Ahnung von der gelehrten Materie hat. Eine berufliche Spezialisierung in dieser Richtung dürfte nicht sinnvoll und nur schwer möglich sein.

Einen großen Schritt näher in Richtung Gesamtbewertung "gut" kann der zukünftige Bachelor/Master mit einer sehr guten Studien-/Abschlussarbeit gehen. Diese zählen oft mehrfach und können somit zwei bis drei Fächer mit der Note "befriedigend" ausgleichen. Um ein sehr gutes Ergebnis in Studien-/Abschlussarbeit zu erzielen ist eine entsprechende fachliche Qualität der Arbeit notwendig. Sinnvoll ist es in jedem Fall auf die Anregungen und Wünsche des Betreuers von der Universität/Hochschule einzugehen und sie zu verarbeiten.

Insgesamt lehrt die Praxis, dass Studenten bzw. zukünftige Bachelor/Master mit gutem Universitäts-/ Hochschulabschluss begabter oder zumindest ehrgeiziger sind und somit auch im Job bessere Leistung bringen werden.


Berufserfahrung und Chancen


Nach zwei bis drei Jahren praktischer Tätigkeit beim ersten Arbeitgeber relativiert sich die Bedeutung des Notenschnitts im Abschlusszeugnis. Nun liegen weitere wichtige Informationen vor. So bekommt man fundierte Antworten auf die Frage nach den sozialen Eigenschaften des Bachelors/Masters:


Aber auch in fachlicher Hinsicht liegen neue Erkenntnisse vor:


Auch Fragen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Weiterentwicklung finden eine Antwort:


Selbstverständlich ist für den möglichen zweiten Arbeitgeber auch die fachliche Qualifikation des Bachelors/Masters von großer Bedeutung:


Neben den Noten des Abschlusszeugnisses steht nun eventuell das Arbeitszeugnis bzw. Zwischenzeugnis des ersten Arbeitgebers. Im Idealfall bewirbt sich der Young Professional beim möglichen zweiten Arbeitgeber aus ungekündigtem Beschäftigungsverhältnis, so dass ein erstes Arbeitszeugnis noch nicht vorliegt. Der Wunsch nach einem Zwischenzeugnis (falls nicht vorhanden) ist möglich, aber nicht unproblematisch. Der Bachelor/Master schürt damit die Vermutung, dass er einen Wechsel plant.

Spätestens bei einer Bewerbung beim dritten Arbeitgeber liegt das erste Arbeitszeugnis aber vor. Jetzt kommt ein weiterer Aspekt für eine erfolgreiche Bewerbung hinzu:


Der zukünftige Arbeitgeber gewinnt einen positiven Eindruck, wenn das erste Beschäftigungsverhältnis mindestens zwei bis drei Jahre und das zweite mindestens drei bis fünf Jahre gedauert hat bzw. andauert. Abweichungen sind möglich, jedoch hält jeder Mensch Gewohnheiten ein. Wenn die ersten beiden Arbeitsverhältnisse des Bachelors/Masters z. B. jeweils nach einem Jahr aufgelöst wurden, ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Bei der Betrachtung von Lebensläufen älterer Arbeitnehmer kann man in puncto Dauer der Beschäftigungsverhältnisse eine gewisse Regelmäßigkeit feststellen.


Zusammenfassung


Als Absolvent eines Bachelor-/Masterstudiengangs sollte man als Gesamtbewertung im Abschlusszeugnis die Note "gut" anstreben. So lässt sich die Jobsuche offen gestalten.
Mit einigen Jahren Berufserfahrung und vorliegenden Arbeitszeugnissen relativiert sich die Bedeutung des Notenschnitts im Abschlusszeugnis.
Bachelor und Master sollten bei aller Dynamik versuchen, nicht Gefahr zu laufen als Job-Hopper eingestuft zu werden. Sie verschlechtern sonst Ihre Chancen am Arbeitsmarkt.


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Die Schwerpunkte im typ. Werdegang eines Bachelors/Masters


Einleitung


Bachelor + Master und Ihre berufliche Entwicklung im Zeitverlauf
Die Schwerpunkte im typischen Werdegang

Die Tätigkeit und der Aufgabenbereich sowie die Erwartungen an einen typischen Bachelor oder Master ändern sich in der Regel im Laufe der Berufstätigkeit bzw. des Alters. Vor einer zielgerichteten Bewerbung schadet es nicht, sich diese Zusammenhänge zu verdeutlichen.

Eine Zusammenstellung der jeweiligen Merkmale finden Sie daher in der folgenden Tabelle.




Übersichtstabelle


304050

--------------------------------------------------------------→

FachkraftFach-/FührungskraftFührungskraft
FacharbeitPotenzialErfahrung
RoutineReißerSouveränität

Erläuterung


Der frisch gebackene Bachelor bzw. Master startet nach dem Studium in der Regel als Fachkraft. Er muss zunächst das Berufsleben kennen lernen und den "Praxisschock" überwinden. Seine Tätigkeit entspricht der eines qualifizierten Sachbearbeiters. Er leistet durchaus verantwortungsvolle Facharbeit und bereitet im weiteren Verlauf Entscheidungen vor. Wobei der Einsatzbereich des Bachelors oder Masters auch von der Größe des Unternehmens abhängt.
Mit der Zeit erreicht der Young Professional (Bachelor oder Master) eine gewisse Routine und strebt je nach Persönlichkeit nach mehr Verantwortung. Diese kann aus höher qualifizierter Sacharbeit (z. B. weitreichenderen Befugnissen) oder aus erster Personalverantwortung (zumindest im fachlichen Bereich) bestehen.

In kleinen Schritten entwickelt sich der Bachelor oder Master von der reinen Fachkraft zur Fach- und Führungskraft. Aus dem qualifizierten Sachbearbeiter wird ein Projekt- oder Gruppenleiter. Die fachliche Führungsverantwortung wird nach einigen erfolgreichen Jahren durch die disziplinarische Personalverantwortung ergänzt.

Bei weiter erfolgreicher Lösung der Aufgaben und Akzeptanz der Person durch Vorgesetzte und Unterstellte wird der Wunsch nach einem erneuten Karriereschritt entstehen. Nicht immer kann die bisherige Organisation eine entsprechende Position für den Bachelor oder Master bieten.

Der Wunsch nach einem Wechsel wird spätestens jetzt beim erfolgreichen Bachelor bzw. Master aufkommen. Ausgestattet mit einem sehr guten Zwischenzeugnis, welches hervorragende theoretische und praktische Kenntnisse bescheinigt, tritt der Bachelor oder Master am Arbeitsmarkt in Erscheinung.
Er sucht einen Arbeitgeber, welcher ihm eine Chance gibt sein Potenzial zu entfalten und seine Kenntnisse in neuen Aufgaben anzuwenden und zu vertiefen.

Bachelor/Master in diesem Stadium sind vor allem für Unternehmen interessant, welche neues planen und verwirklichen wollen. Sie suchen einen "Reißer", der über hervorragende Qualifikation verfügt und überdurchschnittliches Engagement mitbringt, um sich und das Unternehmen voran zu bringen.

Nach einigen weiteren erfolgreichen Jahren als "Reißer" bzw. Fach- und Führungskraft in entsprechender Position tritt neben der Qualifikation eine gewisse Souveränität. Der Bachelor bzw. Master verfügt über Erfahrung und kennt das Geschäft. Er hat Höhen und Tiefen miterlebt und erfolgreich gemeistert.

Für den Arbeitsmarkt ist er jetzt als Führungskraft interessant. Aufgrund seines Werdegangs wird er neben dem operativen Geschäft auch für strategische Entscheidungen gebraucht.

Nicht jeder Bachelor oder Master durchläuft diesen Karriereweg. Die vorliegende Schilderung stellt mehr oder weniger (je nach Person) den idealen Weg dar. Auch werden die Positionen auf dem Weg nach oben knapp. Master dürften dabei aufgrund Ihrer besseren Qualifikation als Bachelor die günstigere Ausgangsposition haben, jedoch kommt es mindestens genauso auf die jeweilige Persönlichkeit an.

Sinn dieser Erläuterung ist es, den Bewerber dafür zu sensibilisieren, wo er steht und wo er (vielleicht in Zukunft) hin will. Der Artikel soll den Bachelor oder Master bei der Auswahl der für ihn geeigneten Stellenangebote unterstützen und eine zielgenaue Bewerbung auf die Stellenanzeige fördern.


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Wer aus der Gruppe wird der nächste Gruppenleiter?


Bachelor + Master und der neue Gruppenleiter
Bachelor/Master => Gruppenleitung?

Ist eine Position, z. B. die des Gruppenleiters durch einen Master oder Bachelor neu zu besetzen, so erwartet häufig der fachlich Qualifizierteste in der Gruppe, dass er an der Reihe ist. Würde ausschließlich Begabung, Ehrgeiz und Fachwissen eine Rolle spielen, so hätte er vermutlich auch die besten Karten.
Neben diesen Faktoren wird jedoch auch die jeweilige Persönlichkeit bei der Auswahl des nächsten Gruppenleiters berücksichtigt. Soziale Kompetenz, Führungseigenschaften und Akzeptanz durch die anderen Gruppenmitglieder sind jetzt insbesondere neben der fachlichen Qualifikation des Bachelors oder Masters von Bedeutung.

Weiterhin wird neben der Bewältigung des operativen Tagesgeschäfts auch eine strategische Denkweise erwartet. Der Gruppenleiter bzw. Bachelor oder Master wird zu Entscheidungen herangezogen, welche die Gruppe betreffen und langfristige Auswirkungen haben können.

Zu guter Letzt kann auch die Loyalität, welche der vorgesetzte Abteilungsleiter von dem jeweiligen Bachelor oder Master erwartet, eine Rolle spielen.


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